Holzleichtlehm 03.011
Leichtlehmwände nach CLAYTEC Arbeitsblatt 1.3, Innenschalen aus Holzleichtlehm nach Arbeitsblatt 3.1
Leichtlehm für innnendämmende Vorsatzschalen für Fachwerk- und andere Altbauten. Für Neubau-Außenwände in Holzbauweise.
Zusammensetzung
Natur-Baulehm, Holzhackschnitzel (Fichte-Tanne)
Baustoffwerte
Trockenrohdichte bei üblichem Einbau 600 kg/m³ (λ 0,17 W/mK, μ 5/10)
Lieferform
Verarbeitungsfertig in 0,9 t Big-Bags
Lagerung
Vor Austrocknung oder Durchfeuchtung durch die Witterung schützen.
Nach der Lieferung, die kurzfristig nach der Herstellung erfolgt, muss Holz leichtlehm innerhalb von 2 Wochen verarbeitet werden.
Materialbedarf
Ein Big-Bag ergibt ca. 0,9 m3 fertiges Leichtlehmbauteil.
Verarbeitung
Der Einbau des Materials erfolgt entweder hinter oder zwischen weitmaschige verlorene Schalungen (Rohrgewebe St 70, CLAYTEC 34.001). Das Raster maß der zur Befestigung des Rohrgewebes notwendigen Unterkonstruktion darf max. 35 cm betragen. Das Gewebe wird mit verzinkten Klammern und einem zusätzlichen verzinkten Draht angetackert, der Basisdraht des Gewebes ist zur Befestigung nicht geeignet. Lehmbauplatten sind als verlorene Schalung nicht zulässig.
Der Leichtlehm ist bei Anlieferung verarbeitungsfertig. Er wird mit Schaufeln oder Forken eingebracht und mit einfachem Gerät (Lattenabschnitte o. ä.) soweit verdichtet, dass die Schale satt und hohlraumfrei verfüllt ist. Holzleichtlehm wird nicht eingestampft, eine möglichst hohe und nicht mehr zu steigernde Komprimierung ist nicht angestrebt. Zu Beginn der Arbeiten soll die Qualität der Verfüllung und die ausreichende Befestigung des Schilfrohrs häufig kontrolliert werden.
Die Verarbeitung von Leichtlehm erfordert Sachkenntnis, die durch Anleitung oder die Lektüre der CLAYTEC Arbeitsblätter 1.3 und 3.1 erworben werden kann. Abweichungen von den in den ?Lehmbau Regeln? des Dachverband Lehm e.V. bzw. den CLAYTEC Arbeitsblättern 1.3 und 3.1 beschriebenen Konstruktionen und maximalen Wandstärken sind nicht zulässig.
Trocknung
Nach dem Auftrag muss durch ausreichende Querlüftung (d.h. 24 Stunden pro Tag alle Fenster und Türen geöffnet) oder maschinell für rasche Trocknung gesorgt werden. Da Holzleichtlehm feucht eingebaut wird, kann es andernfalls zu Schimmelbildung kommen. In diesem Fall ist die Trocknung umgehend zu forcieren (z.B. per Kondensat-Trockner). Zur weiteren Behandlung der betroffenen Flächen geben wir gerne gesondert Auskunft.
Die Austrocknungszeit von Holzleichtlehm ist von Konstruktionen, Wandstärken und Witterungsbedingungen abhängig. Bei Einhaltung einer einseitigen Austrocknungs tiefe von 15 cm muss vor der Weiterbehandlung eine Mindest trocknungszeit von 8 bis 12 Wochen eingeplant werden.
Weiterbehandlung
Der Verputz oder die Verkleidung der Leichtlehmwände darf erst erfolgen wenn die Trocknung weitgehend abgeschlossen ist. Zur Beurteilung genügt in der Regel der Augenschein.
Das als verlorene Schalung eingesetzte Rohrgewebe ist ein guter Putzträger für Lehm- und andere Putze. Der Verputz wird in der Regel zweilagig mit Armierungsgewebe ausgeführt, siehe Arbeitsblatt 6.1 Lehmputze. Zu Außenputzen auf Leichtlehm mit Rohrgewebe siehe Arbeitsblatt 1.3 Leichtlehmwände.

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